Sprachbefehle funktionieren in Sprecho zuverlässig, aber sie hängen an zwei Dingen: einer kurzen Pause davor und der exakten Formulierung. Fehlt eines von beidem, landet der Befehl als Wort im Text.
Wenn bei dir gerade „neue Zeile" oder „Komma" mitten im Satz steht, liegt es fast immer an einem dieser beiden Punkte.
Die kurze Pause vor dem Befehl
Das ist der wichtigste Punkt auf dieser Seite.
Sprich deinen Satz zu Ende, halte etwa eine halbe Sekunde inne, und sprich dann den Befehl. Die Pause muss nicht lang sein, du musst nicht absetzen und neu ansetzen. Es reicht der kurze Moment, den du ohnehin machst, wenn du einen Gedanken abschließt.
| So klappt es | So landet der Befehl als Wort im Text |
|---|---|
| „Ich möchte sagen" · kurze Pause · „neuer Absatz" · kurze Pause · „Das Leben ist schön" | „Ich möchte sagen neuer Absatz das Leben ist schön" |
Der Grund: Sprecho entscheidet aus dem Zusammenhang, ob „neue Zeile" ein Befehl ist oder Teil deines Satzes. Genau das soll auch so sein, denn in „die neue Zeile in der Tabelle" willst du keinen Umbruch, sondern die Wörter. Die Pause ist das Signal, an dem Sprecho beides auseinanderhält.
Dieselbe Pause hilft danach: Ein kurzer Moment nach dem Befehl, bevor du weitersprichst, macht die Erkennung noch eindeutiger.
Die exakte Formulierung
Der zweite häufige Grund ist eine Kurzform, die es nicht gibt.
| Richtig | Wird nicht erkannt |
|---|---|
| „neuer Absatz" oder „neuer Abschnitt" | „Absatz" |
| „neue Zeile" | „Zeile" oder „Zeilenumbruch" |
| „Anführungszeichen auf" / „Anführungszeichen zu" | „Anführungsstriche" |
| „Klammer auf" / „Klammer zu" | „in Klammern" |
„Absatz" allein ist ein ganz normales Substantiv, etwa in „der dritte Absatz des Vertrags". Deshalb ist es bewusst kein Befehl. Sag „neuer Absatz", dann bekommst du eine Leerzeile.
Alle Befehle im Überblick
Das funktioniert auf Deutsch, Englisch und Portugiesisch.
| Du sagst | Du bekommst |
|---|---|
| Punkt | . |
| Komma | , |
| Doppelpunkt | : |
| Semikolon | ; |
| Fragezeichen | ? |
| Ausrufezeichen | ! |
| Anführungszeichen auf / zu | typografische Anführungszeichen |
| Klammer auf / zu | ( ) |
| Paragraphenzeichen | § |
| Schrägstrich | / |
| Bindestrich | - |
| Unterstrich | _ |
| Gegenzeichen | ./. |
| neue Zeile | Zeilenumbruch |
| neuer Absatz · neuer Abschnitt | Leerzeile |
Ein Befehlswort, das als normales Substantiv im Satz steht, bleibt ein Wort. Aus „unter dem Punkt drei" wird kein Satzzeichen, und die Wörter rund um einen Befehl bleiben alle erhalten.
Du musst Satzzeichen nicht mitdiktieren
Der häufigste Grund, warum Befehle überhaupt Ärger machen: Sie werden aus Gewohnheit mitdiktiert, obwohl sie nicht nötig sind.
Sprecho setzt Kommas, Punkte, Fragezeichen und Großschreibung von sich aus, aus dem Sinn des Satzes. Du kannst drei Absätze sprechen, ohne ein einziges Mal „Komma" zu sagen. Diktiere ein Zeichen nur dann, wenn du es genau an dieser Stelle erzwingen willst, etwa bei einer Rechtsnorm oder einem Einschub in Klammern.
Wer aus einem älteren Diktierprogramm kommt, kämpft hier oft gegen ein Modell, das das Komma ohnehin gesetzt hätte. Sprich einen kompletten Gedanken normal aus, lass die Taste los und sieh dir an, was herauskommt. Meistens ist es genau richtig.
Wenn es weiterhin nicht klappt
Steht der Befehl trotz Pause und korrekter Formulierung im Text, prüfe das:
- Sprichst du den Befehl deutlich? Verschluckte Endungen machen aus „neue Zeile" leicht „neu Zeile", und das ist keine erkannte Formulierung.
- Ist die richtige Sprache eingestellt? Ein deutscher Befehl in einem englisch eingestellten Diktat wird als Text behandelt. Siehe Diktatsprache wählen.
- Steht der Befehl ganz am Anfang oder Ende? Auch dort wird er ausgeführt, aber eine Pause dazwischen hilft der Erkennung zusätzlich.
Bekommst du generell zu viele Absätze, die du nicht diktiert hast, ist das eine Frage des Formatierungsmodells und nicht der Befehle. Siehe Schreibstil pro App festlegen und Automatische Satzzeichen und Füllwörter entfernen.