Eine E-Mail an einen Kunden und eine Nachricht an eine Kollegin sind nicht dieselbe Textsorte — und du solltest dazwischen keine Einstellung umlegen müssen. Sprecho erkennt die App, in die du diktierst, und wendet die Formatierung an, die du für diese Art von App gewählt hast.
Eingerichtet wird das einmal auf der Seite Modelle. Danach läuft es automatisch.
Woher Sprecho weiß, in welcher App du bist
Wenn du die Diktiertaste drückst, sieht Sprecho nach, welche Anwendung gerade im Vordergrund ist, und liest deren Kennung — die Bundle-ID unter macOS, den Prozess unter Windows. Ist die Anwendung ein Browser, wird zusätzlich die URL des aktiven Tabs gelesen, sodass Gmail im Browser als E-Mail erkannt wird und nicht als „ein Browser".
Alles wird dann einer von fünf Kategorien zugeordnet:
| Kategorie | Umfasst |
|---|---|
| Private Nachrichten | iMessage, WhatsApp, Telegram, Signal |
| Arbeitsnachrichten | Slack, Microsoft Teams, Discord |
| Gmail, Outlook, Apple Mail | |
| Code | VS Code, Cursor, Xcode, Terminal |
| Sonstige | Notizen, ChatGPT, Notion — und alles Unbekannte |
Die Web-Versionen sind mit abgedeckt: mail.google.com, outlook.office.com,
web.whatsapp.com und app.slack.com landen in denselben Kategorien wie ihre
Desktop-Apps.
Alles, was Sprecho nicht erkennt, fällt in Sonstige. Das ist kein Fehlerfall — Sonstige ist eine echte Kategorie mit eigener Einstellung, und dort landen die meisten Textverarbeitungen, Ticketsysteme und internen Web-Anwendungen. Wenn du überwiegend in einer App schreibst, die oben nicht steht, konfiguriere zuerst Sonstige.
Wo du den Stil für eine App änderst
- Öffne Sprecho und klicke in der Seitenleiste auf Modelle.
- Wähle den Reiter der gewünschten Kategorie: Private Nachrichten, Arbeitsnachrichten, E-Mail, Code oder Sonstige.
- Wähle ein Formatierungsmodell. Standard behält deine Formulierung exakt bei und bereinigt Zeichensetzung und Absätze. Thinking formuliert deine Sätze für Grammatik und Lesbarkeit um, ohne die Bedeutung zu verändern.
- Wiederhole das für die anderen Reiter. Jeder ist unabhängig.
Änderungen greifen beim nächsten Diktat. Nichts zu speichern, kein Neustart.
Das Banner über den Karten nennt die Apps, die der aktuelle Reiter abdeckt, und die Zeile darunter weist darauf hin, dass die Wahl für jedes Diktat von diesem Gerät gilt.
Eine Einrichtung, die für die meisten passt
| Kategorie | Modell | Warum |
|---|---|---|
| Thinking | Bei längeren Texten zahlt sich der Redigierdurchgang aus — auch die Voreinstellung | |
| Private Nachrichten | Standard | Eine Nachricht, die noch nach dir klingt |
| Arbeitsnachrichten | Standard | Schnell, und deine Formulierung bleibt |
| Code | Standard | Bezeichner und Befehle dürfen nicht umformuliert werden |
| Sonstige | Standard | Originalgetreue Bereinigung ist bei unbekannten Apps die sichere Wahl |
Schreibst du lange Dokumente in einer App, die unter Sonstige fällt, ist der Wechsel dieser Kategorie auf Thinking meist die wirkungsvollste Änderung überhaupt.
Warum es keinen Schalter „formell oder locker" mehr gibt
Ältere Sprecho-Versionen ließen dich pro Kategorie einen Ton wählen — formell, locker, sehr locker, begeistert. Die aktuellen Modelle nehmen ihren Hinweis aus dem Text selbst: eine zweizeilige Nachricht an eine Freundin und eine Kunden-E-Mail sind erkennbar unterschiedliche Eingaben, und das Modell behandelt sie unterschiedlich, ohne dass man es ihm sagen muss.
Einstellbar bleibt, wie viel überarbeitet wird — und das ist die Wahl zwischen Standard und Thinking.
Weiterführend
- Formatierungsmodelle — was die einzelnen Modelle genau tun.
- Wie Sprecho dein Gesprochenes formatiert — die Verarbeitungskette hinter der Einstellung.
- Vibe Coding — die zusätzliche Hilfe für die Kategorie Code.