Sprecho setzt Satzzeichen von sich aus. Du kannst drei Absätze diktieren, ohne ein einziges Mal „Komma" zu sagen, und bekommst Kommas, Punkte, Fragezeichen und Großbuchstaben an den richtigen Stellen.
Gesprochene Satzzeichen sind für die Fälle da, in denen der Satzsinn nicht reicht — eine Rechtsnorm, ein Einschub in Klammern, ein Zeilenumbruch, den du genau dort haben willst.
Du musst keine Satzzeichen diktieren
Das Formatierungsmodell liest das ganze Diktat und setzt Zeichen nach Bedeutung, nicht nach Sprechpausen. Es schreibt außerdem Satzanfänge und Substantive groß, fügt buchstabierte Abkürzungen zusammen („b g b" wird „BGB") und macht aus gezählten Mengen Ziffern („zwanzig Euro" wird „20 €").
Längere Diktate werden beim Themenwechsel in Absätze gegliedert, etwa alle zwei bis fünf Sätze. Eine Anrede mit Namen steht in einer eigenen Zeile, und vor einer Grußformel steht eine Leerzeile.
Der häufigste Anfängerfehler: aus Gewohnheit von einem älteren Programm jedes Komma mitzudiktieren. Damit kämpfst du gegen ein Modell, das das Komma ohnehin gesetzt hätte. Sprich einen kompletten Gedanken normal aus, lass die Taste los und sieh dir an, was herauskommt.
Welche Füllwörter entfernt werden
Sprecho entfernt die Laute, die es nur gibt, weil Sprechen in Echtzeit passiert:
- Verzögerungslaute — „ähm", „äh", „um", „uh"
- Stotterer und Wortdopplungen — „das das Meeting" wird „das Meeting"
- Abgebrochene Satzanfänge — der Fehlstart fällt ganz weg und wird nicht in den Ersatzsatz hineingezogen
- Erkennungsschleifen — landet dieselbe Phrase zweimal hintereinander, wird sie einmal geschrieben
Das Modell Thinking geht einen Schritt weiter und entfernt zusätzlich bedeutungslose Floskeln.
Was nicht entfernt wird: Abschwächungen und Modalpartikeln, die Bedeutung tragen. „halt", „ja" und „ne" als Rückfrage bleiben stehen, ebenso Kraftausdrücke, Emojis und deine Nebenbemerkungen. Sie zu streichen würde verändern, wie du klingst.
Selbstkorrekturen beim Sprechen
Du musst nicht von vorn anfangen, wenn du dich versprichst. Korrigiere dich laut, und Sprecho übernimmt die Korrektur, statt die Diskussion mitzuschreiben:
| Du sagst | Du bekommst |
|---|---|
| „Das Meeting ist am Montag. Nein, ich meine Dienstag." | „Das Meeting ist am Dienstag." |
| „Schick es an Anna, lösche das letzte Wort, Peter" | „Schick es an Peter" |
| „…, streiche das, …" | Die Phrase vor dem Befehl fällt weg |
Ein „Nein", das deinem Gegenüber antwortet — besonders am Anfang eines Diktats — ist Inhalt und bleibt stehen.
Satzzeichen bewusst diktieren
Sag den Namen des Zeichens, und Sprecho schreibt das Symbol. Das funktioniert auf Deutsch, Englisch und Portugiesisch.
| Du sagst | Du bekommst |
|---|---|
| Punkt | . |
| Komma | , |
| Doppelpunkt | : |
| Semikolon | ; |
| Fragezeichen | ? |
| Ausrufezeichen | ! |
| Anführungszeichen auf / zu | typografische Anführungszeichen |
| Klammer auf / zu | ( ) |
| Paragraphenzeichen | § |
| Schrägstrich | / |
| Bindestrich | - |
| Unterstrich | _ |
| neuer Absatz | Leerzeile |
| neue Zeile | Zeilenumbruch |
Ein Befehlswort, das als normales Substantiv vorkommt, bleibt ein Wort — aus „unter dem Punkt" wird kein Satzzeichen. Die Wörter rund um einen Befehl bleiben alle erhalten.
Wenn du weniger Kommas willst, nicht mehr
Kommt eine ganze App-Kategorie zu stark durchpunktiert heraus — ein Messenger, in dem du lieber kurze Zeilen ohne Satzzeichen hättest — ist das eine Frage des Modells, nicht einer Satzzeichen-Einstellung. Öffne Modelle in der Seitenleiste, siehe Schreibstil pro App festlegen.
Stimmen die Satzzeichen, aber ein Wort ist falsch, liegt es an der Erkennung, nicht an der Formatierung. Trag es in dein Wörterbuch ein.