Sprecho integriert sich nicht in einzelne Programme. Es setzt fertigen Text an deiner Cursorposition ein — so, wie es ein Einfügen täte. Genau deshalb funktioniert es auch in Software, für die nie jemand ein Plug-in geschrieben hat, von hausinternen Werkzeugen bis zu Branchenlösungen wie DATEV oder RA-MICRO.
Wenn du hineintippen kannst, kannst du hineindiktieren.
Wie das Einfügen tatsächlich abläuft
Wenn du die Diktiertaste loslässt, passieren drei Dinge nacheinander:
- Deine Aufnahme wird auf Sprecho-Servern in Deutschland erkannt und formatiert.
- Sprecho ermittelt, welche Anwendung im Vordergrund ist und ob ein Textfeld den Fokus hat.
- Der fertige Text wird an der Cursorposition in dieses Feld geschrieben.
Unter macOS braucht das die Freigabe für Bedienungshilfen — das ist die Freigabe, mit der eine App einer anderen Text zustellen darf. Unter Windows ist nichts Zusätzliches nötig. Siehe Mikrofon und Bedienungshilfen freigeben.
Hat kein Textfeld den Fokus, landet der Text in der Zwischenablage statt im
Nichts, du kannst ihn also selbst einfügen. Das letzte Diktat lässt sich
außerdem jederzeit erneut einfügen: Ctrl+Cmd+V unter macOS,
Strg+Alt+V unter Windows und Linux.
Die Fokusregel
Der Text landet dort, wo der Tastaturfokus im Moment des Einfügens liegt — nicht dort, wo er beim Start des Sprechens lag.
Diese eine Regel erklärt fast jede Meldung nach dem Muster „der Text ist an der falschen Stelle gelandet". Wenn du ein langes Diktat in Outlook startest und während des Sprechens in den Browser klickst, bekommt der Browser den Text.
In der Praxis:
- Erst ins Feld klicken, dann das Diktat starten.
- Während einer festgestellten, freihändigen Aufnahme das Fenster nicht wechseln.
- Sprecho selbst nimmt nie den Fokus. Die Aufnahmeleiste ist ein nicht aktivierendes Overlay — deshalb verschiebt auch ein Klick auf ihren Stopp-Knopf den Fokus nicht weg von deinem Dokument.
Wo es besonders gut läuft
- E-Mail: Outlook, Apple Mail, Thunderbird, Gmail im Browser.
- Dokumente: Word, Pages, Google Docs, LibreOffice.
- Chat: Teams, Slack, WhatsApp Desktop, Discord.
- Browser: jedes Eingabefeld, auch in Web-Apps und KI-Chats.
- Code-Editoren und Terminals: VS Code, JetBrains-IDEs, Terminalprogramme.
- Fachsoftware: Kanzlei-, Praxis- und ERP-Systeme mit normalen Windows- oder macOS-Textfeldern.
Sprecho erkennt außerdem, in welcher Art App du bist, und formatiert eine E-Mail förmlicher als eine Chatnachricht. Beschrieben unter Wie Sprecho dein Gesprochenes formatiert.
Wenn eine App sich sperrt
Manche Anwendungen zeichnen ihre Textfelder selbst, statt die des Systems zu nutzen — verbreitet in Remote-Sitzungen, virtualisierten Anwendungen, älterer Java-Software sowie in einigen Spielen und Design-Werkzeugen.
Arbeite die Liste der Reihe nach ab:
| Symptom | Das hilft |
|---|---|
| In einem Remotedesktop-, Citrix- oder Terminalserver-Fenster kommt nichts an | Einstellungen → Allgemein → Einfügen-Tastenkombination → Umschalt+Einfg oder Automatisch (nur Windows) |
| Zeichen fehlen oder sind vertauscht | Die App verarbeitet Tastendrücke zu langsam. Nutze das Einfügen-Kürzel, damit alles auf einmal kommt |
| Der Text kommt an, aber an der falschen Stelle | Die App hat den Cursor nach dem Fokuswechsel bewegt. Genau hinklicken und dann diktieren |
| In gar keiner App kommt etwas an | Das ist kein App-Problem, sondern eine fehlende Freigabe — Bedienungshilfen unter macOS prüfen |
| Nur in einer bestimmten App kommt nichts an | Diese App und Sprecho auf derselben Rechtestufe starten. Eine als Administrator laufende Windows-App nimmt keine Eingaben von einer normalen App an |
Wenn der Text nirgends auftaucht, liegt er noch in der Zwischenablage: manuell einfügen und nichts ist verloren.