Automatische Spracherkennung

Wie Sprecho ermittelt, welche Sprache du gerade gesprochen hast, warum die Erkennung bei jedem Diktat läuft und was mehrsprachige Nutzer beachten sollten.

Aktualisiert am 23. August 20263 Min. Lesezeit
FreeProEnterprise

Sprecho erkennt die Sprache jedes Diktats selbst. Es gibt keinen „Sprachmodus", in den du wechselst, und keinen Knopf, den du drückst, bevor du von Deutsch auf Englisch umschaltest — du sprichst, und der Text kommt in der Sprache zurück, die du benutzt hast.

Für alle, die in mehr als einer Sprache arbeiten, ist genau das der Punkt: Das Werkzeug passt sich dem Satz an, statt umgekehrt.

Was die Erkennung steuert

Zwei Dinge hängen an der erkannten Sprache:

  1. Die Transkription — die Wörter selbst.
  2. Die Formatierung — Satzzeichen, Groß- und Kleinschreibung und Schreibkonventionen unterscheiden sich je Sprache. Deutsch schreibt Substantive groß, Französisch setzt ein Leerzeichen vor den Doppelpunkt, Englisch tut weder das eine noch das andere.

Beides folgt der Sprache des gerade aufgenommenen Ausschnitts — deshalb kommen ein deutscher und ein englischer Absatz im selben Dokument beide korrekt heraus.

Warum eine Sprache pro Diktat besser ist

Die Erkennung wird pro Aufnahme entschieden, nicht pro Satz. Das hat eine praktische Folge:

Sprichst du zwei Sprachen innerhalb einer Aufnahme, gewinnt eine davon für den gesamten Ausschnitt. Lässt du die Taste zwischen den Sprachen los, bekommst du zwei saubere Ergebnisse statt eines faulen Kompromisses.

Wenn du also eine zweisprachige E-Mail schreibst: den deutschen Teil diktieren, loslassen, darunter klicken, den englischen Teil diktieren. Das kostet eine halbe Sekunde und beseitigt die einzige echte Fehlerquelle.

Was der Erkennung hilft

  • Mindestens drei Sekunden sprechen. Ab etwa dieser Länge ist die Erkennung zuverlässig. „Ja" oder „Okay" gibt ihr fast nichts zum Beurteilen.
  • Mit einem ganzen Satz beginnen, nicht mit einem Namen. Eine Aufnahme, die mit einem fremdsprachigen Eigennamen anfängt, ist der schwierigste Fall überhaupt.
  • Starke Hintergrundgespräche vermeiden. Ein Gespräch in einer anderen Sprache im selben Raum ist genau die Art Eingabe, die eine Erkennung verwirrt.

Wo die Einstellung liegt

Unter Einstellungen → Diktiersprachen gibt es den Schalter Sprache automatisch erkennen, standardmäßig aktiv, sowie die Liste der Sprachen, die du sprichst. Diese Liste lohnt sich zu pflegen — sie sagt der App, wer du bist, und taucht in der Auswahl auf, wenn du eine Audiodatei importierst, wo du eine Sprache auch ausdrücklich vorgeben kannst.

Für den Alltag: einfach so lassen. Es gibt nichts zu pflegen.

Wann eine ausdrückliche Angabe sinnvoll ist

Es gibt eine Stelle, an der die Nennung einer Sprache wirklich hilft: beim Transkribieren einer vorhandenen Aufnahme. Der Bildschirm Audio importieren hat eine Sprachauswahl, standardmäßig auf Automatisch erkennen, die du ändern kannst, wenn du weißt, was auf der Aufnahme ist. Siehe Vorhandene Audiodatei transkribieren.

Für mehrsprachige Nutzer

Ein paar Gewohnheiten, die mehr bringen als jede Einstellung:

  • Wörterbucheinträge in der Sprache pflegen, zu der der Begriff gehört. Eine Kundin namens „Nordbau Ingenieure" einmal eintragen genügt, danach wird sie in deutschen wie englischen Diktaten korrekt geschrieben.
  • Beim Wechsel nicht langsamer werden. Einen fremdsprachigen Namen überdeutlich auszusprechen macht ihn schwerer erkennbar, nicht leichter.
  • Den ersten Satz nach einem Wechsel prüfen. Wenn ein Sprachwechsel schiefgeht, dann an der Grenze — ein kurzer Blick fängt das ab.

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Häufige Fragen

Jede Aufnahme wird vor der Transkription auf ihre Sprache hin analysiert, und das Ergebnis steuert Transkription und Formatierung. Vorher wird nichts festgelegt, ein Sprachwechsel verlangt von dir also keine Handlung.

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