Sprecho fragt nach dem kleinsten Satz an Freigaben, mit dem es seine eine Aufgabe erledigen kann: dich hören und dann aufschreiben, was du gesagt hast — in der App, in der du gerade arbeitest. Unter macOS sind das zwei Freigaben, unter Windows eine.
Dieser Artikel erklärt, was jede davon tut, wo du sie erteilst, und welchen Schritt fast alle übersehen.
Was Sprecho unter macOS braucht
macOS teilt die Aufgabe in zwei Hälften, und das Diktieren braucht beide.
Mikrofon
Damit wird deine Stimme aufgenommen. macOS zeigt beim ersten Versuch den üblichen Dialog — klicke auf Erlauben.
Wenn du ihn weggeklickt hast, öffne Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Mikrofon und aktiviere Sprecho.
Ohne diese Freigabe wird gar nichts aufgenommen: Die Aufnahmeleiste erscheint, aber der Pegel bewegt sich nicht.
Bedienungshilfen
Damit schreibt Sprecho den fertigen Text in die App, in der du arbeitest. Unter macOS regelt „Bedienungshilfen", ob eine App einer anderen Text und Tastendrücke schicken darf — dieselbe Freigabe, die auch jede Textbaustein-App, jeder Zwischenablage-Manager und jeder Fenstermanager braucht.
macOS erteilt sie nie allein über einen Dialog. Öffne Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Bedienungshilfen, klicke auf +, füge Sprecho aus den Programmen hinzu und stelle sicher, dass der Schalter aktiv ist.
Ohne sie nimmt das Diktat auf und wird transkribiert, im Dokument erscheint aber nichts.
Starte Sprecho neu, nachdem du die Bedienungshilfen freigegeben hast. macOS übergibt diese Freigabe nur an einen frisch gestarteten Prozess. Beende Sprecho vollständig und öffne es erneut — das ist der mit Abstand häufigste Grund für „Ich habe es freigegeben und es geht trotzdem nicht".
Was Sprecho unter Windows braucht
Windows fragt nur nach dem Mikrofon.
Wenn du die Abfrage verpasst hast: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Mikrofon, Mikrofonzugriff einschalten und zusätzlich prüfen, dass Desktop-Apps den Zugriff auf Ihr Mikrofon erlauben aktiv ist. Dieser zweite Schalter ist eigenständig, und nur den ersten zu setzen ist eine häufige Ursache für stumme Aufnahmen.
Ein Gegenstück zu den Bedienungshilfen gibt es unter Windows nicht. Der Text wird über den normalen Windows-Eingabeweg eingefügt, dafür muss nichts extra bestätigt werden.
Wo du siehst, was schon erteilt ist
Das Sprecho-Onboarding zeigt beide Freigaben mit einem grünen Haken, sobald sie stehen, und bietet danach Jetzt neu starten an. Zu diesem Bildschirm kommst du jederzeit zurück, wenn du dir unsicher bist.
Symptomtabelle
| Was du siehst | Woran es meistens liegt |
|---|---|
| Aufnahmeleiste erscheint, kein Pegel | Mikrofonfreigabe fehlt oder es ist das falsche Eingabegerät gewählt |
| Aufnahme läuft, aber kein Text erscheint | Bedienungshilfen fehlen (macOS) oder Sprecho wurde danach nicht neu gestartet |
| Gestern ging es, heute nicht | Ein macOS-Update hat den Eintrag zurückgesetzt — Sprecho aus der Liste entfernen und neu hinzufügen |
| Der Text landet im falschen Fenster | Die Ziel-App hat während des Sprechens den Fokus verloren. Erst hineinklicken |
| Windows nimmt auf, in der Remote-Sitzung kommt nichts an | Einstellungen → Allgemein → Einfügen-Tastenkombination auf Umschalt+Einfg oder Automatisch stellen |
Datenschutz: was diese Freigaben nicht tun
Das Mikrofon wird nur geöffnet, solange du die Diktiertaste hältst, und danach sofort wieder freigegeben. Die Bedienungshilfen dienen dazu, Text an deiner Cursorposition einzufügen und den Namen der App zu lesen, in die du diktierst — damit eine E-Mail anders formatiert wird als eine Chatnachricht.
Spracherkennung und Formatierung laufen auf Sprecho-Servern in Deutschland, die App muss beim Diktieren also online sein. Was danach gespeichert wird, bestimmst du selbst — siehe Was Sprecho speichert und wo.
Weiter geht es mit Dein erstes Diktat.