Dein erstes Diktat dauert etwa eine Minute und läuft überall gleich ab: Cursor dorthin setzen, wo der Text hin soll, eine Taste halten, einen Satz sagen, loslassen. Der Text erscheint an der Cursorposition.
Probier es einmal in einem beliebigen Testdokument aus, damit dir der Ablauf vertraut ist, bevor du es an echter Arbeit tust.
Die vier Schritte
- In ein Textfeld klicken. Alles mit blinkendem Cursor: eine neue E-Mail, ein Word-Dokument, ein Chatfeld, die Suchleiste im Browser.
- Die Diktiertaste halten.
fnauf dem Mac,Einfgunter Windows,Strg+Leertasteunter Linux. Eine kleine Aufnahmeleiste erscheint. - Einen Satz sagen. Sprich, wie du mit einer Kollegin sprechen würdest — normales Tempo, normale Lautstärke. Satzzeichen brauchst du nicht.
- Loslassen. Kurz darauf steht der fertige Text an deiner Cursorposition.
Das ist der ganze Ablauf. Alles andere in Sprecho ist eine Verfeinerung davon.
Wie „gut" klingt
Die Spracherkennung ist nicht empfindlich, aber ein paar Gewohnheiten machen einen sichtbaren Unterschied:
- In ganzen Sätzen sprechen. Die Formatierung nutzt den Satzbau, um Satzzeichen zu setzen. Ein vollständiger Gedanke wird besser interpunktiert als drei Bruchstücke.
- Normales Sprechtempo. Langsamer und überdeutlich zu sprechen macht die Erkennung meist schlechter, weil es die natürlichen Wortgrenzen zerstört.
- Bei einem Versprecher einfach weitersprechen. Sag die richtige Version; Sprecho entfernt Fehlstarts und Wortwiederholungen.
- 15 bis 30 cm Abstand zum Mikrofon, leicht seitlich vor dem Mund statt direkt davor, damit harte Konsonanten nicht ploppen.
Ein guter erster Testsatz: „Hallo Tom, danke für die Zahlen — kannst du mir die aktualisierte Prognose bis Freitag schicken?" Gedankenstrich, Komma und Fragezeichen sollten zurückkommen, ohne dass du sie gesagt hast.
Was Sprecho mit dem Gesagten macht
Zwischen Loslassen und Text passieren zwei Dinge:
- Erkennung macht aus deiner Aufnahme rohe Wörter.
- Formatierung macht daraus Text: Satzzeichen, Groß- und Kleinschreibung, Absätze, Aufzählungen wo du erkennbar eine aufgezählt hast, und das Entfernen von „ähm", „also", „halt" und ähnlichen Füllwörtern.
Beides läuft auf Sprecho-Servern in Deutschland, die App muss also online sein. Ein kurzer Satz kommt typischerweise in etwa einer Sekunde zurück, ein langer entsprechend später — die Aufnahmeleiste zeigt, dass noch gearbeitet wird.
Der häufigste Anfängerfehler: während des Sprechens woanders hinklicken. Der Text geht dorthin, wo im Moment des Einfügens der Tastaturfokus liegt. Bleib im Zielfenster, bis der Text angekommen ist.
Zwei Arten, die Taste zu drücken
Halten ist Push-to-Talk: aufnehmen, solange gehalten wird, einfügen beim Loslassen. Ideal für kurze Abschnitte.
Für alles Längere tippe die Taste einmal kurz an, statt sie zu halten. Die Aufnahme rastet ein und läuft freihändig weiter, bis du die Taste erneut drückst. Doppeltippen ist nicht nötig — ein Tipp genügt. Details unter Push-to-Talk oder Feststellmodus.
Wenn nichts erscheint
| Was du siehst | Woran es meistens liegt |
|---|---|
| Gar keine Aufnahmeleiste | Die Taste ist nicht registriert oder eine andere App belegt sie. Prüfe Einstellungen → Allgemein → Tastenkombinationen |
| Aufnahmeleiste, aber kein Pegel | Mikrofonfreigabe oder falsches Eingabegerät |
| Aufnahme läuft, kein Text kommt an | Unter macOS fehlt die Freigabe für Bedienungshilfen, oder Sprecho wurde danach nicht neu gestartet |
| Der Text steht in der falschen App | Der Fokus hat sich während des Sprechens verschoben |
Beide Freigabefälle stehen unter Mikrofon und Bedienungshilfen freigeben.
Wie es weitergeht
- Namen und Fachbegriffe beibringen: Erkennungsgenauigkeit verbessern
- Alle Tastenkürzel: Tastenkürzel-Übersicht
- Ein Diktat verwerfen: Diktat abbrechen oder wiederholen