Dragon Windows 11 kompatibel oder nicht: Diese Frage ist für IT-Verantwortliche seit dem 14. Oktober 2025 dringend, denn an diesem Tag hat Microsoft den Support für Windows 10 beendet. Wenn in Ihrer Kanzlei, Praxis oder Behörde noch Dragon Professional 15 oder 16 auf Windows-10-Rechnern läuft, arbeiten Sie jetzt auf einem Betriebssystem ohne Sicherheitsupdates, und Nuance verweist bei jedem Windows-10-Problem auf einen kostenpflichtigen Wechsel zu Windows 11 und Dragon v16. Dieser IT-Leitfaden zeigt, was Nuance offiziell sagt, welche Dragon-Version wo läuft, was die DSGVO von Ihnen erwartet und was Ihre realistischen Optionen kosten.
Stand: Oktober 2026.
- Für wen: IT-Administratoren sowie Praxis- und Büroleitungen, die Diktierarbeitsplätze in Kanzleien, Arztpraxen, Steuerbüros und Verwaltungen betreuen.
- Was Sie bekommen: Nuances eigene Aussagen im Wortlaut, eine Support-Matrix nach Version und Betriebssystem, eine Risikotabelle und eine Entscheidungstabelle mit Kosten.
- Das Ergebnis vorab: Dragon v14 ist ohne Support, Dragon v15 läuft unter Windows 10 nur zu Nuances Bedingungen weiter, und Dragon v16 ist die einzige Desktop-Version von Nuance mit einer Zukunft unter Windows 11.
Was hat sich mit dem Support-Ende von Windows 10 geändert?
Seit dem 14. Oktober 2025 erhält Windows 10 von Microsoft keine kostenlosen Sicherheitsupdates, Qualitätsupdates und keinen technischen Support mehr. Ihr Dragon startet weiterhin, aber das Betriebssystem darunter bleibt ungepatcht, sofern Sie keine Extended Security Updates kaufen.
- Support-Ende: Microsoft hat am 14. Oktober 2025 technischen Support, Funktionsupdates und Qualitätsupdates (einschließlich Sicherheitskorrekturen) für Windows 10 eingestellt, so die Microsoft-Dokumentation zu Extended Security Updates.
- ESU für Unternehmen: Organisationen können Extended Security Updates über Volumenlizenzierung kaufen, für 61 US-Dollar pro Gerät im ersten Jahr; der Preis verdoppelt sich jedes Jahr, für maximal drei Jahre nach dem Support-Ende.
- ESU für Privatnutzer: Für Privatanwender und Windows 10 Home nennt Microsoft auf der Verbraucher-ESU-Seite inzwischen eine Laufzeit bis zum 12. Oktober 2027.
- Voraussetzung: ESU funktioniert nur mit Windows 10 Version 22H2; ältere Builds müssen zuerst aktualisiert werden.
- Was ESU nicht leistet: Es patcht nur Windows. Technischer Support ist nicht enthalten, und am Support-Status von Dragon ändert es nichts.
Genau diesen letzten Punkt übersehen viele IT-Teams. ESU hält Windows 10 auf Sicherheitsstand, macht Windows 10 für Nuance aber nicht wieder zu einer vollwertig unterstützten Plattform.
Was sagt Nuance offiziell zu Dragon unter Windows 10?
Nuance unterstützt Dragon v15 und v16 weiterhin unter Windows 10, verlangt aber bei jedem durch Windows 10 verursachten Problem den Wechsel zu Windows 11 und Dragon v16. So lautet der Originaltext des Support-Hinweises "Dragon and Windows 10 end of support" (Antwort 29940, aktualisiert am 13. Oktober 2025):
"Dragon v15 and v16 products will continue to be supported in Windows 10 environments. However, if it is determined an issue is caused by the Windows 10 Operating System, the User must upgrade to Windows 11 and Dragon v16 software." (Nuance-Support-Hinweis 29940)
- Unterstützt, aber unter Vorbehalt: Dragon v15 und v16 werden unter Windows 10 nicht abgeschaltet; nichts hört an einem festen Datum auf zu funktionieren.
- Der Vorbehalt ist offen formuliert: Nuance entscheidet, ob ein Problem "durch das Betriebssystem Windows 10 verursacht" ist, und die Lösung ist immer dieselbe: Windows 11 plus Dragon v16.
- v15-Nutzer zahlen doppelt: Wer mit v15 unter diese Klausel fällt, braucht sowohl einen neuen oder aufgerüsteten PC als auch eine Dragon-v16-Lizenz.
Noch deutlicher ist die ältere Produktmitteilung vom Februar 2023 zu Versionen ohne Support. In Antwort 29838 kündigte Nuance an, dass der Verkauf von v15 am 27. Februar 2023 endet, dass "Support for Dragon v14 (all editions and languages) will end on September 1, 2023" gilt und dass es für diese Produkte keine "updates […], including security patches and fixes" mehr gibt. Danach folgt die Warnung:
"If you elect to continue using your Dragon v14 or v15 solution after the end of sale or support date, doing so may increase your exposure to security risks or impact your ability to meet compliance obligations." (Nuance-Produktmitteilung 29838)
- Dragon v14: Seit dem 1. September 2023 ohne jeglichen Support, in allen Sprachen und Editionen.
- Dragon v15: Seit dem 27. Februar 2023 nicht mehr im Verkauf; der allgemeine technische Support lief weiter, aber Nuances eigene Mitteilung benennt das Sicherheits- und Compliance-Risiko.
- Dragon v16: Erschienen am 28. Februar 2023, von Nuance als "optimized for Windows 11 and compatible with Windows 10" beschrieben. Stand Oktober 2026 gibt es weiterhin kein Dragon Professional 17.
- Upgrade-Pfad: Kunden mit laufendem Wartungsvertrag erhielten das Upgrade auf v16 kostenlos; alle anderen zahlen, bei deutschen Händlern typischerweise 449 € netto für das Upgrade von v15 auf v16.
Welche Dragon-Version läuft auf welchem Betriebssystem?
Nur Dragon Professional 16 hat einen offiziellen Weg zu Windows 11, und keine aktuelle Dragon-Desktop-Version läuft auf ARM-basiertem Windows, macOS oder Linux. Die Matrix kombiniert Nuances Hinweise mit den Systemanforderungen von Dragon 16.1, die Windows 11 (64 Bit) und Windows 10 sowie ausschließlich Intel- oder AMD-Prozessoren nennen.
| Version | Windows 10 | Windows 11 (x64) | Windows 11 auf ARM | macOS | Linux |
|---|---|---|---|---|---|
| Dragon v14 | ❌ Support beendet am 1.9.2023 | ❌ Nicht unterstützt | ❌ | ❌ | ❌ |
| Dragon v15 | ✅ Unterstützt, aber Win10-Probleme erfordern Win11 + v16 | Nicht Nuances Windows-11-Pfad; Nutzer berichten von Problemen nach 24H2 | ❌ | ❌ | ❌ |
| Dragon Professional 16 | ✅ Unterstützt (32 und 64 Bit) | ✅ Unterstützt (64 Bit) | ❌ Nur Intel/AMD gelistet | ❌ Mac-Edition am 22.10.2018 eingestellt | ❌ Nie unterstützt |
| Sprecho | ✅ Windows 10 oder neuer, 64 Bit | ✅ Derselbe Installer | x64-Build: im 14-Tage-Test prüfen | ✅ Apple Silicon und Intel | ✅ .deb für Debian/Ubuntu |
- Der Mac ist kein Ausweg: Nuance hat Verkauf und Support von Dragon Professional Individual für Mac 6 am 22. Oktober 2018 eingestellt (Nuance-Antwort 27843), und unter Parallels auf Apple Silicon läuft Dragon nicht, weil dafür ARM-basiertes Windows 11 nötig ist.
- Copilot+ PCs sind eine Falle: Viele neue Business-Laptops werden mit ARM-Prozessoren ausgeliefert. Dragons Anforderungen nennen nur Intel oder AMD; prüfen Sie also die CPU, bevor Sie Ersatzgeräte für Diktierende bestellen.
- Windows Server: Dragon 16.1 listet zusätzlich Windows Server 2016, 2019 und 2022, was für Terminalserver-Umgebungen wichtig ist.
Welche Probleme melden Nutzer mit Dragon 15 nach dem Update auf Windows 11 24H2?
Nutzer berichten, dass Dragon Professional 15.6 nach dem Update auf Windows 11 24H2 nur noch in DragonPad diktiert und in keine andere Anwendung mehr schreibt. Das sind Erfahrungsberichte, keine offizielle Aussage von Nuance, sie passen aber zum Bild aus Nuances eigenen Hinweisen: v15 ist nicht die Version, die Nuance für Windows 11 vorsieht.
- Das gemeldete Symptom: Im Übersetzerforum ProZ.com beschreiben Nutzer, dass Dragon 15.6 nach dem 24H2-Update zwar in DragonPad funktioniert, aber nicht mehr in andere Programme schreibt, auch nicht in Browser.
- Ein früherer Präzedenzfall: In einem Thread von 2022 auf Microsoft Q&A beschreibt ein Nutzer, dass Dragon 15.61 nach einem Update auf Windows 11 22H2 beim Laden des Benutzerprofils einfriert; die Lösung aus der Community war eine vollständige Deinstallation, ein Clean Boot und eine schrittweise Neuinstallation.
- Was das für die IT bedeutet: Jedes Windows-Funktionsupdate wird zum Regressionstest für das Diktat. Mit v15 können Sie kein Ticket mit Aussicht auf einen Fix eröffnen, denn Nuances Antwort lautet v16.
- Praxisregel: Halten Sie Funktionsupdates für Diktier-PCs in einem Pilotring zurück, bis Dragon darauf getestet ist, oder stellen Sie diese Nutzer auf ein Werkzeug um, das gegen aktuelle Windows-Builds getestet wird.

Ist ein Dragon ohne Support ein DSGVO-Problem?
Ja, das kann es sein. Art. 32 DSGVO verlangt technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs), die dem Risiko angemessen sind und "den Stand der Technik" berücksichtigen, und Diktate in Kanzleien und Praxen enthalten genau die Daten, bei denen diese Messlatte am höchsten liegt.
- Art. 32 DSGVO: Ein Betriebssystem ohne Sicherheitsupdates oder eine Software, die der Hersteller nicht mehr patcht, lässt sich in Ihren TOMs kaum als Stand der Technik begründen.
- Art. 9 DSGVO: Medizinische Diktate enthalten Gesundheitsdaten, also eine besondere Kategorie mit strengeren Anforderungen; Sprachaufnahmen können zudem biometrische Daten sein, wenn sie zur Identifizierung einer Person verarbeitet werden.
- § 203 StGB: Ärzte, Anwälte und Steuerberater unterliegen der strafbewehrten Schweigepflicht; ein Vorfall über einen ungepatchten Diktier-PC ist deshalb nicht nur ein Datenschutzthema.
- Nuances eigene Worte: Der Hersteller selbst warnt, dass Versionen ohne Support die Fähigkeit beeinträchtigen können, Compliance-Pflichten zu erfüllen. Diesen Satz lesen auch Prüfer und Datenschutzbeauftragte.
- Rechenschaftspflicht: Nach Art. 5 Abs. 2 DSGVO müssen Sie die Einhaltung nachweisen können; dokumentieren Sie also, welche Diktierversion auf welchem Betriebssystem läuft und warum.
| Szenario | Risiko | Was Nuance sagt | Was zu tun ist |
|---|---|---|---|
| Dragon v14 auf beliebigem Windows | Keine Patches und kein Support seit 1.9.2023 | Weiternutzung "may increase your exposure to security risks" | Sofort außer Betrieb nehmen; keine Mandanten- oder Patientendaten mehr damit verarbeiten |
| Dragon v15 auf Windows 10 ohne ESU | Betriebssystem seit 14.10.2025 ungepatcht | Unterstützt, aber Win10-Probleme erfordern Win11 + v16 | ESU als Brücke kaufen oder in diesem Quartal migrieren |
| Dragon v15 auf Windows 11 24H2 | Nutzer berichten: Diktat nur noch in DragonPad | v16 ist die Version "optimized for Windows 11" | Vor dem Rollout im Pilotring testen; upgraden oder ersetzen |
| Dragon v16 auf Windows 10 + ESU | Gepatchtes System, Herstellersupport unter Vorbehalt | Es gilt dieselbe Windows-10-Klausel | Als Brücke behandeln; Wechsel zu Windows 11 einplanen |
| Dragon auf ARM-Laptops oder Macs | Läuft nicht (nur Intel/AMD; keine Mac-Edition) | Mac-Edition am 22.10.2018 eingestellt | x64-Windows-Hardware behalten oder plattformübergreifendes Werkzeug wählen |
Welche Optionen haben Sie, und was kosten sie?
Sie haben vier realistische Wege: auf Windows 10 mit ESU bleiben, auf Windows 11 und Dragon Professional 16 upgraden, in Nuances Cloud-Abo wechseln oder Dragon durch ein laufend aktualisiertes Werkzeug wie Sprecho ersetzen. Die Tabelle vergleicht Kosten, Zukunftssicherheit, Plattformen und Updates.
| Option | Kosten | Zukunftssicher? | Mac / Linux? | Updates |
|---|---|---|---|---|
| Auf Windows 10 bleiben + ESU für Unternehmen | 61 US-Dollar/Gerät im 1. Jahr, jährlich verdoppelt (max. 3 Jahre) | ❌ Nur Brücke | ❌ | Nur Windows-Sicherheit; Dragon-Support unter Vorbehalt |
| Windows 11 + Dragon Professional 16 | 449 € netto Upgrade von v15; rund 699 € netto neu (Händler) | Unsicher: keine Hauptversion seit Feb. 2023 | ❌ | Service-Releases (16.1), kein v17 |
| Dragon Professional Anywhere (Cloud) | z. B. 59 € netto pro Monat, 24 Monate Laufzeit (Händlerangebot) | ❌ Laut Partnern: Verkaufsende 31.12.2026, End of Life 31.12.2027 (keine öffentliche Nuance-Mitteilung, Stand Okt. 2026; schriftlich bestätigen lassen) | ❌ Windows-Client | Cloud auf Microsoft Azure (US-Mutterkonzern) |
| Sprecho Pro / Enterprise | 10,92 € / 21,84 € netto pro Platz und Monat (9,24 € / 18,47 € bei jährlicher Abrechnung) | ✅ Laufend aktualisiert | ✅ macOS, Linux, iOS, Android | In-App-Updates; bei Enterprise zentral steuerbar |
Option 1: Auf Windows 10 mit ESU bleiben
- Sinnvoll für: Zeit gewinnen, während Hardware ersetzt wird, vor allem wenn einzelne PCs Windows 11 nicht unterstützen.
- Vorsicht: ESU ist kumulativ, wer im zweiten Jahr einsteigt, zahlt das erste mit, und Nuances Windows-10-Klausel gilt weiterhin für jedes Dragon-Ticket.
Option 2: Upgrade auf Windows 11 und Dragon Professional 16
- Sinnvoll für: Teams, die auf Dragons umfangreiche Befehlsgrammatik angewiesen sind oder vollständig offline erkennen müssen.
- Vorsicht: Sie investieren in eine Kauflizenz für ein Produkt ohne neue Hauptversion seit mehr als dreieinhalb Jahren, und das nur auf x64-Windows-Hardware.
- Kostencheck: Allein das Upgrade von v15 auf v16 für 449 € netto entspricht ungefähr vier Jahren Sprecho Pro bei jährlicher Abrechnung (110,82 € netto pro Jahr).
Option 3: Wechsel zu Dragon Professional Anywhere
- Sinnvoll für: Organisationen, die bei Nuance bleiben wollen und ein Abo akzeptieren.
- Vorsicht: Der Dienst läuft auf Microsoft Azure; Microsoft ist ein US-Unternehmen, daher gilt der US CLOUD Act (2018) unabhängig vom Rechenzentrumsstandort. Händlerpreise schwanken, Mindestlaufzeiten sind üblich.
- Angekündigtes Enddatum: Thax Software (Beitrag vom 3. September 2026) und Byte Heroes (15. Juli 2026), beide autorisierte Nuance-Partner in Deutschland, kündigen für Dragon Professional Anywhere und Dragon Legal Anywhere das Verkaufsende zum 31. Dezember 2026 und das End of Life zum 31. Dezember 2027 an; Verträge lassen sich 2026 ein letztes Mal verlängern, einen direkten Nuance-Nachfolger für die Anywhere-Editionen gibt es nicht. Das ist eine Ankündigung der Partner: Stand Oktober 2026 hat Nuance keine öffentliche Mitteilung dazu veröffentlicht, nur Lebenszyklen einzelner Versionen (Release Notes 2026.1: Version 2025.1 erreicht am 13. Februar 2027 ihr End of Life). Lassen Sie sich die Daten daher vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen.
Option 4: Dragon durch Sprecho ersetzen
- Sinnvoll für: gemischte Windows-, Mac- und Mobilflotten, die ein gepflegtes Produkt, Verarbeitung ausschließlich in der EU und zentrale Verwaltung wollen.
- Vorsicht: Sprecho braucht eine Internetverbindung, weil die Erkennung auf Servern in Deutschland läuft und nicht auf dem PC. Mehr dazu im Vergleich Sprecho vs. Dragon.
Wo ist Dragon weiterhin die bessere Wahl?
Dragon gewinnt weiterhin bei der vollständig lokalen Erkennung und bei seiner sehr großen Sprachbefehlsgrammatik, und ein ehrlicher Migrationsplan sollte das auch so sagen.
- Offline-Erkennung am Desktop: Dragon Professional 16 erkennt Sprache zu 100 % auf dem Gerät; das ist sein stärkstes Datenschutzargument.
- Befehle und Steuerung: "Select", "Correct That", "Cap That", MouseGrid und eigene Befehle gehen weit über Sprecho hinaus; Sprecho liefert die häufigsten Satzzeichen- und Layoutbefehle und überlässt den Rest der KI-Formatierung.
- Jahrzehnte Fachsprache: Hinter Dragon stehen drei Jahrzehnte deutscher Rechts- und Medizinterminologie.
- Klinische Integrationen: Dragon Medical One hat tiefe PVS- und KIS-Integrationen, die ein allgemeines Diktierwerkzeug nicht nachbildet.
Wenn keiner dieser vier Punkte für Ihre Nutzer entscheidend ist, bleiben als Argumente für Dragon vor allem Gewohnheit und bereits gezahlte Lizenzen. Unser Überblick über die besten Dragon-Alternativen 2026 vergleicht das gesamte Feld.
Wie passt Sprecho in eine Flotte mit Windows 10 und Windows 11?
Sprecho ist eine Diktier-App der Melo Designer GmbH aus Deutschland, die nativ unter Windows 10 und 11, macOS und Linux sowie auf iOS und Android läuft und per Push-to-Talk-Taste in jede Anwendung diktiert. Für die IT entscheidend: Sie wird wie jede andere verwaltete Business-App verteilt, aktualisiert und gesteuert.
- Ein Installer für Windows 10 und 11: Sprecho setzt Windows 10 oder neuer in 64 Bit voraus, Sie können also ausrollen, bevor Ihre Windows-11-Migration abgeschlossen ist. Siehe Sprecho unter Windows installieren.
- MSI für Intune und Gruppenrichtlinien: Jedes Release enthält eine signierte .msi neben der .exe; Enterprise-Admins erhalten in der Konsole zusätzlich ein signiertes DMG für Jamf und ein .deb für Linux. Die Schritte stehen in Sprecho mit Intune oder Jamf verteilen.
- Update-Steuerung: Die Enterprise-Geräterichtlinie kann automatische Updates abschalten, den Stable- oder Beta-Kanal wählen oder eine Version festschreiben und eine Schonfrist für erzwungene Updates setzen (standardmäßig 24 Stunden).
- SSO und SCIM: SAML 2.0 und OpenID Connect mit Vorlagen für Microsoft Entra ID, Okta und Google sowie SCIM-2.0-Provisionierung; ausscheidende Mitarbeitende verlieren den Zugang automatisch und geben ihre Lizenz frei. Anleitung: Single Sign-on einrichten.
- Terminalserver: Für Multi-Session-Windows-Umgebungen gibt es eine eigene Agent-MSI auf derselben Download-Seite.
- Jede Anwendung: Word, Outlook, Teams, DATEV, RA-MICRO, Browserformulare sowie Textfelder in PVS und KIS, mit über 100 Sprachen und automatischer Spracherkennung.
- Admins sehen Zahlen, keine Inhalte: Die Enterprise-Konsole zeigt Nutzungszahlen und App-Namen, nie den Text oder das Audio eines Diktats; das wird serverseitig durchgesetzt.
- EU-Auftragsverarbeiter: Die Melo Designer GmbH ist eine deutsche GmbH; die Server betreibt die STRATO GmbH in Deutschland, die GPU-Inferenz Media Trooper in Deutschland und den Niederlanden, und im Diktatpfad gibt es keinen US-Unterauftragsverarbeiter.
- Verträge: Ein AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO ist mit Enterprise verfügbar, und der Datenschutzbeauftragte ist TÜV-SÜD-zertifiziert.
- Preise: Pro kostet 12,99 € pro Monat oder 10,99 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung (brutto inkl. 19 % MwSt.); Enterprise kostet 25,99 € bzw. 21,99 € pro Monat (brutto). Details auf der Sprecho-Preisseite.
- Erst testen: 14 Tage Pro gratis ohne Kreditkarte und ein 14-tägiger Enterprise-Test für Organisationen.

Wie migrieren Sie Diktierarbeitsplätze in 30 Tagen?
Erst inventarisieren, dann pilotieren und zuletzt nicht unterstützte Dragon-Installationen abschalten. Diese Reihenfolge funktioniert unabhängig davon, ob Sie am Ende bei Dragon 16 oder bei Sprecho landen.
- Inventur (Woche 1): Erfassen Sie jeden PC mit Dragon, seine Version (v14, v15, v16), den Windows-Build und die CPU-Architektur. Markieren Sie v14-Installationen und ARM-Geräte sofort.
- Vokabular exportieren: Exportieren Sie pro Nutzer die eigenen Wörter über DragonBar > Settings > Profile > Open User Profile und dann Tools > Vocabulary Center > "Export custom word and phrase list" (Menünamen der englischen Oberfläche; Format TXT oder XML).
- Pro Gruppe entscheiden: Wer Offline-Erkennung oder MouseGrid braucht, bleibt bei Dragon 16; alle anderen sind Kandidaten für Sprecho.
- Pilot (Woche 2): Installieren Sie Sprecho per MSI auf fünf bis zehn Rechnern, richten Sie vorher SSO ein und schicken Sie die exportierten Wortlisten an den Sprecho-Support, der sie in Wörterbucheinträge umwandelt.
- TOMs aktualisieren (Woche 3): Erfassen Sie den neuen Auftragsverarbeiter, unterzeichnen Sie den AV-Vertrag und dokumentieren Sie die in der Enterprise-Konsole gewählte Aufbewahrungsfrist.
- Rollout und Abschaltung (Woche 4): Verteilen Sie an alle übrigen Nutzer und deinstallieren Sie danach nicht unterstützte Dragon-Versionen, damit niemand weiter Mandantendaten hineindiktiert.
Wer sollte zuerst handeln?
Wer unter Windows 10 oder mit Dragon v14 oder v15 Daten verarbeitet, die unter § 203 StGB oder Art. 9 DSGVO fallen, sollte zuerst handeln, denn genau dort ist ein Vorfall am schwersten zu rechtfertigen.
Kanzleien und Steuerbüros
- Typisches Setup: Dragon Legal oder Professional auf Windows-Desktops oder einem Terminalserver, mit Diktat in Word, RA-MICRO oder DATEV.
- Priorität: v14- und v15-Plätze ersetzen und für jeden neuen Cloud-Dienstleister BRAO und § 203 StGB prüfen. Siehe Sprecho für Anwälte.
Arztpraxen und Kliniken
- Typisches Setup: Ältere Dragon-Desktop-Plätze neben Dragon Medical One, mit Patientendaten auf jedem Bildschirm.
- Priorität: Gesundheitsdaten fallen unter Art. 9 DSGVO, ungepatchte Diktier-PCs gehören daher ganz nach oben ins Risikoregister. Siehe Sprecho für Ärzte.
Öffentliche Verwaltung
- Typisches Setup: Zentral verwaltete Flotten mit langen Windows-11-Rollouts und strengen Vergaberegeln.
- Priorität: Ein Werkzeug, das sich unter Windows 10 und 11 gleichermaßen installieren, per MSI verteilen und auf Rechnung bezahlen lässt, erspart eine zweite Migration. Siehe Sprecho für die Verwaltung.
Fazit
Ihr Dragon hört nicht über Nacht auf zu funktionieren, ist aber nicht mehr automatisch sicher: Windows 10 ist seit dem 14. Oktober 2025 ohne Support, Dragon v14 seit dem 1. September 2023, und Nuance knüpft jedes Windows-10-Problem an einen kostenpflichtigen Wechsel zu Windows 11 und Dragon v16, einem Produkt ohne neue Hauptversion seit Februar 2023. Wenn Ihre Nutzer Offline-Erkennung oder Dragons Befehlsgrammatik brauchen, upgraden Sie auf Dragon 16 mit x64-Hardware unter Windows 11 und planen Sie das Budget dafür ein. Für alle anderen ist ein laufend aktualisiertes, in der EU gehostetes Werkzeug, das unter Windows 10, Windows 11, Mac, Linux und mobil läuft, die zukunftssicherere Wahl. Starten Sie Ihren 14-tägigen Sprecho-Test ohne Kreditkarte und pilotieren Sie ihn noch diesen Monat auf Ihren Windows-10- und Windows-11-Rechnern, oder lesen Sie zuerst den vollständigen Vergleich Sprecho vs. Dragon.



